Schweißdrüsen – Wie genau funktionieren sie?

Ekkrine und Apokrine Schweißdrüsen

Wie viele Schweißdrüsen hat der Mensch?

Der Mensch hat ca. 2-4 Millionen Schweißdrüsen. Ein dunkelhäutiger Mensch sogar doppelt so viele.
Die Ethnie spielt also ebenfalls eine Rolle. So sollen – will man internationalen Studien glauben – Koreaner die wenigsten Schweißdrüsen haben. (Quelle Dieter E. Zimmer: „Riechen. Ein Wissenschaftsreport“, Die Zeit/ZEITmagazin, Nr.44, 23.10.1987). Die meisten Schweißdrüsen befinden sich also an den Handinnenflächen und Fußsohlen; die wenigsten Schweißdrüsen befinden sich an Kopf, Stamm und den Extremitäten.
Es gibt auch tatsächlich Körperstellen, die absolut KEINE ekkrinen Schweißdrüsen aufweisen:
Die Innenseite der Vorhaut, Eichel sowie Klitoris und Schamlippen.

Welche Arten von Schweißdrüsen gibt es?

Man unterscheidet die ekkrinen (auch merokrine) Knäueldrüsen und die apokrinen Duftdrüsen, die größer sind. Nicht alle Schweißdrüsen arbeiten bei Hyperhidrose – Betroffenen (Hyperhidrotiker) auf Hochtouren.

Die „Verantwortlichen“ für unsere teils Schweißausbrüche sind aber die kleinen ekkrinen Drüsen. Sie sind zwar für einen Großteil der Schweißmenge verantwortlich; übernehmen gleichzeitig aber auch die wichtige Aufgabe, die Körpertemperatur zu regulieren. Der Mensch hat ca. 2-4 Millionen hiervon, pro Quadratzentimenter Haut sind es durchschnittlich 50-339 ekkrine Drüsen.

Die apokrinen Schweißdrüsen hingegen sind für den Körpergeruch verantwortlich. Daher werden sie auch als Duftdrüsen bezeichnet. Wenn sich Bakterien bilden und diese anfangen sich zu zersetzen, dann entsteht ihr (der apokrinen Drüse) Sekret und verbreitet den charakteristischen Schweißgeruch. Unbewusst spielen sie wohl auch bei der Partnerwahl des Menschen eine Rolle.